Kleine Orte der Erinnerung
Wer waren unsere Nachbarn – damals?
Die Stolpersteine in Bamberg erzählen keine Geschichten.
Sie fordern uns auf, sie zu entdecken.
Unter unseren Füßen, unscheinbar im Pflaster eingelassen, liegen Namen.
Namen von Menschen, die einst hier lebten, arbeiteten und lachten.
Die plötzlich verschwanden, entrechtet, deportiert, ermordet.
Weil sie jüdisch waren.
Oder politisch unbequem.
Wir begegnen Gesichtern und Geschichten. Hören von Familien, die nicht anders waren als unsere – und doch für „anders“ erklärt wurden.
Was ist damals passiert? Antisemitismus – was ist das?
Die Stolpersteine sind mehr als kleine Messingplatten.
Sie sind ein KunstDenkmal, geschaffen vom Künstler Gunter Demnig.
Sie werden sogar zu etwas Größerem, einer sozialen Skulptur – weil wir stehen bleiben, uns bücken, lesen, nachdenken, fragen. In Bamberg dürfen sie sein. Mancherorts sind sie unerwünscht. Warum?
Diese Führung ist eine Einladung.
Zum Hinschauen, Fragen stellen, Erinnern – und zum Handeln.
Denn Erinnerungskultur ist nichts für Museen. Sie lebt auf der Straße. Sie lebt durch uns.
Eine Führung gegen das Vergessen. Für die Menschen. Für die Zukunft.
Details zur Stolpersteinführung
Inhalt:
Führung durch die Bamberger Altstadt inklusive ausgewählter Stolpersteine und Orte jüdischen Lebens (kann gerne individuell abgesprochen werden)
Startpunkt: Café Rondo (oder nach Absprache)
Dauer: ca. 2 Stunden
Gruppengröße: bis zu 25 Gäste
Kosten: 135 EUR (deutsch) / 155 EUR (Fremdpsrache)
Rechnungsstellung kostenFREI


